Erik Schmidt: Ichigaya (Detail), 2017, Öl auf Leinwand © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Bernd Borchardt

Erik Schmidt: Ichigaya (Detail)

Erik Schmidt - Folge den Markierungen

Das Museum Marta Herford und das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen beginnen 2019 eine einzigartige Kooperation. Im Zentrum stehen Ausstellungen in den Klinikräumen, die internationale zeitgenössische Kunst in einen Dialog mit den Menschen im Gesundheitswesen setzt.

 

Ausstellungseröffnung

Erik Schmidt: Folge den Markierungen
Eröffnung Donnerstag, 2. Mai 2019, um 15.30 Uhr
Begrüßung Dr. Karin Overlack, Geschäftsführerin
Einführung Roland Nachtigäller, Direktor Marta Herford
Der Künstler ist anwesend. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Kunst- und Kulturforum Herz- und Diabeteszentrum NRW,
Georgstr. 11, 32545 Bad Oeynhausen
Laufzeit 2. Mai bis 2. September 2019

 

„Folge den Markierungen“

Die Ausstellung im HDZ versammelt drei große Themenblöcke der Malerei von Erik Schmidt: Die Bilder von Kabeln, Strommasten und Menschen in der U-Bahn stammen von einem Aufenthalt in Tokio (ab 2016), in New York beschäftigte er sich mit den Demonstrationen der Occupy-Bewegung (ab 2012). Seine jüngsten Malereien widmen sich Straßenzügen und Häusern in Berlin (ab 2018). Schmidts Bilder entstehen zumeist auf der Grundlage von eigenen Fotografien, die er mit kräftigen, gestischen Farbauftrag in eine neue malerische Form auf der Leinwand übersetzt. Dabei finden seine Motive oft erst im Auge des Betrachters zusammen. Vielfach arbeitet der Künstler parallel auch an thematisch bezogenen Filmprojekten, deren Hauptfiguren von ihm selbst dargestellt werden und die sich oft auf der Suche nach Sinn und Struktur in einer fremd erscheinenden Alltagswelt befinden. In seinen neuesten Bildern nimmt Erik Schmidt seine Fotografien ganz wörtlich als Grundlage für seine Bilder und malt mit pastosen Setzungen direkt auf die auf Leinwand übertragenen Fine-Art-Prints.

 

Erik Schmidt

wurde 1968 in Herford geboren und lebt heute in Berlin. Nach seinem Studium in Hamburg und an der Universität der Künste Berlin sorgte er schon bald mit seiner ungewöhnlichen Malerei für internationale Aufmerksamkeit. Seine erste Museumsausstellung „Hunting Grounds“ 2007 im Marta Herford wurde auch zum Ausgangspunkt seiner „Westfälischen Trilogie“: In drei Videoprojekten widmet sich Schmidt hier Themen wie der Heimatsuche, dem Künstlerdasein, Identität, Krankheit und Heilung. Seine Werke waren in den letzten Jahren in zahlreichen  Galerien und Museen zu sehen, u.a. in Deutschland, Tokio, Mumbai, New York, Zürich oder Taipeh.

 

Die Kooperation mit dem HDZ NRW

Das Herz- und Diabeteszentrum NRW verfolgt seit vielen Jahren schon die Idee, Medizin und Kultur miteinander zu verbinden und ein Forum für aktuelle Kunst zu schaffen. Dahinter steht die Auffassung, dass eine anregende Umgebung und der Austausch mit der Kunst den Heilungsprozess unterstützen, die Kommunikation fördern und neue Blickwinkel eröffnen. Nach zahlreichen Ausstellungsprojekten seit 1989, zuletzt unter der Leitung des ehemaligen HDZ-Geschäftsführers Prof. Dr. Otto Foit, hat das Klinikum Anfang 2019 eine einzigartige Kooperation mit dem Museum Marta Herford vereinbart: Ein bis zweimal pro Jahr werden in den Klinikräumen professionelle Ausstellungen mit bemerkenswerten Künstlerinnen und Künstlern realisiert. Die Ausstellung „Folge den Markierungen“ von Erik Schmidt bildet hierfür den strahlenden Auftakt. Nach wie vor werden die Präsentationen von wechselnden Musikveranstaltungen, Lesungen und Info-Nachmittagen zu Gesundheitsthemen, zu denen nicht nur Patienten und Angehörige, sondern auch Gäste, Besucher und Interessierte herzlich eingeladen sind, begleitet.