Mit der Verleihung des mit 50.000 Euro dotierten Tiemann-Preises für zeitgenössische Malerei 2025 an das Marta Herford wurde dem Museum der Ankauf von Werken der Künstlerin Kerstin Brätsch für die eigene Sammlung ermöglicht. Zum Ankauf gehören die reliefartigen Stucco-Marmo-Arbeiten Fossil Psychic_for Christa (2020) sowie die großflächige Tapete aus der Serie META Rorschach (2024). Ergänzt wurde das Konvolut durch drei Papierarbeiten der Serie META, erworben durch Eigenmittel des Museums.
Brätschs rauminszenierende, farbintensive und vielschichtige Arbeiten hinterfragen die Tradition der Malerei und verbinden digitale Verfahren mit handwerklicher Präzision. Häufig arbeitet die Künstlerin ortsspezifisch, so auch im Marta Café, dessen geschwungene Wände in die raumgreifende Installation einbezogen wurden. Diese ist nun öffentlich, kostenlos und barrierefrei auch unabhängig vom Museumsbesuch erlebbar. Das Zusammenspiel von Bild, Raum, Architektur und kulinarischen Genusswelten wird hier zum Erlebnis der besonderen Art.
Das Marta Café ist von Mittwoch bis Freitag von 11-18 Uhr (am ersten Mittwoch im Monat 11-20 Uhr) sowie Samstag und Sonntag von 10-18 Uhr geöffnet.