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SUMMARY:Im Wollrausch − häkeln\, sticken\, stricken
DESCRIPTION:Es gibt unendlich viele faszinierende Handarbeitstechniken. In lockerer Runde können sich hier Interessierte treffen\, um Neues kennenzulernen\, an eigenen Projekten weiterzuarbeiten und sich auszutauschen. \nOrt\nBibliothek in der 2. Etage \nAnmeldung\nohne Anmeldung\, Eintritt frei\, jede*r ist willkommen \nAlle Informationen zu Marta HOCH 2 hier.
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SUMMARY:Führung durch die Ausstellungen
DESCRIPTION:In einer einstündigen Führung mit unseren freien Kunstvermittler*innen durch die aktuellen Ausstellungen bekommen Sie Informationen zu den ausstellenden Künstler*innen und ihren Werken und haben die Möglichkeit\, Fragen an die Kunst zu stellen. \nTicket\n3\,50 Euro zzgl. Ausstellungseintritt \nAnmeldung\nohne Anmeldung
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DESCRIPTION:Kunstgenuss zum Feierabend: Jeden Mittwoch lädt das Marta ein\, den Tag mit einem Ausstellungsbesuch entspannt bis 20 Uhr ausklingen zu lassen.
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SUMMARY:Poetry Slam Herford
DESCRIPTION:Poetry Slam ist zurück in Herford! Seit 2019 war die Slam-Bühne still – jetzt wird sie wieder laut! Alle zwei Monate bringt Slam OWL die versteckten Poet*innen der Region auf die Bühne – packend\, nahbar und garantiert nicht langweilig. \nWas ist eigentlich ein Poetry Slam?\nEin Poetry Slam ist ein Veranstaltungsformat\, bei dem Poet*innen auf einer Bühne selbstgeschriebene Texte vortragen\, die im Anschluss von einer zufällig ausgewählten Publikumsjury bewertet werden. Sie dürfen keine Requisiten verwenden und müssen sich an ein Zeitlimit von gefühlten 6 Minuten pro Auftritt halten. Am Ende des Abends geht eine*r der Vortragenden als Sieger*in hervor. Dabei gibt es keine stilistischen Vorgaben: Ob lustig oder ernst\, ob Stand-up oder Lyrik – alles kann auf einer Poetry-Slam-Bühne stattfinden! Moderation: Niko Sioulis. \nSlam OWL ist ein kulturell engagierter Verein und Veranstalter der meisten Poetry-Slams in der Region und zudem in der Jugendarbeit aktiv. Weitere Infos unter www.slam-owl.de. \nKommende Termine: \n2. 9. 2026 \n4. 11. 2026 \n3. 2. 2027 \nohne Anmeldung\nEintritt frei\, jede*r ist willkommen
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SUMMARY:Stadt + Vision – Herforder Architekturgespräche 49
DESCRIPTION:Seit 2013 thematisieren die „Herforder Architektur­­gespräche“ Ideen und Visionen des Lebens in der Stadt sowie aktuelle Fragen zu Architektur und Städtebau – ein anregender Abend mit nam­haften und meinungs­starken Persön­lich­keiten\, nicht nur für Architekt*innen! \nStadt + Vision – Herforder Architekturgespräche 49 mit einem Impulsvortrag von \nMaximilian Köth / RIEHLE KÖTH\, Stuttgart:   \nDie Disziplin des Ausbalancierens \nIn einer sich stark wandelnden\, disruptiven Zeit geprägt von geopolitischen Krisen\, Klimawandel\, wirtschaftlicher Rezession und gesellschaftlichen Spannungen stehen Architektur und Stadtentwicklung vor komplexen Transformationsaufgaben. Ambivalenzen statt Gewissheiten bestimmen die Rahmenbedingungen von Architektur und verlangen den Architektinnen und Architekten Fähigkeiten und Methoden ab\, die gleichermaßen kraftvolle Entschlossenheit wie auch sensibles Urteilsvermögen erfordern. Das wechselseitige Spannungsfeld von Rationalität und Intuition\, Idealismus und Pragmatismus\, Konvention und Originalität ist ein permanenter Balanceakt. Sind dabei erforderliche Kompromisse das Gegenteil einer klaren Haltung oder vielleicht sogar der eigentliche Prüfstein eines disziplinierten Abwägungsprozesses\, um Widersprüchliches ins Gleichgewicht zu bringen? \nIn seinem Vortrag demonstriert Maximilian Köth anhand ausgewählter Projekte die Arbeitsweise und Entwurfshaltung des Büros\, in der Vermittlung von Gegensätzen nicht die Gefahr der Beliebigkeit\, sondern eine eigenständige architektonische Qualität zu sehen. Formal zurückhaltend in der Sprache\, reflektiert in undogmatischen Strategien und sinnhaft in ausgewogenen Lösungen. \nKöth ist Geschäftsführer von RIEHLE KOETH. Mit konzeptionellem Denken\, strategischer Kreativität im Entwurf und internationaler Erfahrung in der Projektumsetzung prägt er gemeinsam mit Hannes Riehle und rund 60 Mitarbeitenden die vielschichtigen Bauaufgaben des Büros. Köth studierte Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart und diplomierte 2010 mit Auszeichnung (Diplompreis der Fakultät). Er arbeitete zwischen 2011 und 2012 bei allmann sattler wappner in München\, von 2012 bis 2014 bei CARMODY GROARKE in London. Von 2015 bis 2017 war er Lehrassistent im Rahmen der Gastprofessur von Carmody Groarke am Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens an der Universität Stuttgart. 2019 wurde Maximilian Köth in den Bund Deutscher Architekten (BDA) berufen. \nDie anschließende Diskussionsrunde wird von einem Vertreter oder einer Vertreterin der lokalen Architekt*innenszene moderiert. \nErmöglicht wird diese Veranstaltungsreihe durch die Kooperation mit dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten\, BDA Ostwestfalen-Lippe. \n  \nTicket  \n5 Euro\, erm.* 3 Euro \n*Ermäßigt für Personen in Ausbildung (18-27 Jahre) und Menschen mit Behinderung (ab GdB 50)\, der Nachweis sowie ein Lichtbildausweis sind am Einlass unaufgefordert vorzulegen \nInfo \nVorverkauf online oder an der Museumskasse (Di bis So 11 bis 18 Uhr\, Mi bis 20 Uhr) \nVeranstaltung im Marta-Forum \nAn Mittwochabenden sind die Ausstellungen bis 20 Uhr geöffnet.
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SUMMARY:Kunstentdecker*innen
DESCRIPTION:Jeden ersten und dritten Samstag im Monat lädt das Marta zu einem offenen Mitmach-Angebot ein. \nKinder ab 6 Jahren haben hier die Möglichkeit\, die aktuelle Ausstellung zu erkunden und sich im Anschluss selbst als Künstler*innen auszuprobieren. Dabei werden die gewonnenen Eindrücke und Ideen einfallsreich umgesetzt. \nAlter\nab 6 Jahren\, min. 3 Kinder \nDauer\n11 bis 13 Uhr \nKosten\n12 Euro (inkl. Material) \nAnmeldung\nohne Anmeldung\, begrenzte Teilnehmer*innenzahl
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SUMMARY:Führung durch die Ausstellungen
DESCRIPTION:In einer einstündigen Führung mit unseren freien Kunstvermittler*innen durch die aktuellen Ausstellungen bekommen Sie Informationen zu den ausstellenden Künstler*innen und ihren Werken und haben die Möglichkeit\, Fragen an die Kunst zu stellen. \nTicket\n3\,50 Euro zzgl. Ausstellungseintritt \nAnmeldung\nohne Anmeldung
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SUMMARY:Filmprogramm zur Ausstellung "Mindset Los Angeles"
DESCRIPTION:Begleitend zur Ausstellung Mindset Los Angeles wird jeden Sonntag ein ausgewähltes Filmprogramm bei freiem Eintritt im Marta-Forum präsentiert (an einzelnen Sonntagen an einem alternativen Ort). \n  \n1. Programmblock (28. 6.–27. 9. 2026) \n11.30–12.18 Uhr: Gehry’s Vertigo (48 Min.) \n12.30–13.25 Uhr: Large Scale Projects: Claes Oldenburg / Coosje Van Bruggen (55 Min.) \n13.30–14.52 Uhr: Sketches of Frank Gehry (82 Min.) \n15–17.51 Uhr: Los Angeles Plays Itself  (171 Min.) \n  \nDer erste Teil des Filmprogramms versammelt vier Filme\, die sich Frank Gehrys Architektur und ihrem Bezug zur Kunst aus unterschiedlichen Richtungen nähern. Darüber hinaus wird die Stadt Los Angeles in den Blick genommen. Gehry’s Vertigo zeigt das Guggenheim-Museum in Bilbao aus der Perspektive der abgeseilt arbeitenden Reinigungskräfte und bringt  seine geschwungenen Flächen schwindelerregend nahe. Large Scale Projects zeigt Gehrys Zusammenarbeit mit dem Künstler*innenpaar Claes Oldenburg und Coosje  Van Bruggen\, aus der Werke hervorgehen\, die sich zwischen Skulptur\, Objekt und Architektur bewegen. \nIn Sketches of Frank Gehry zeichnet Sydney Pollack ein persönliches Porträt und wendet sich dem Architekten selbst zu: seiner Person und seinem Arbeitsprozess\, von der ersten raschen Skizze über Modelle bis zum fertigen Gebäude. Los Angeles Plays Itself richtet den Blick schließlich auf die Stadt und fragt\, wie deren moderne Architektur im Kino gelesen und immer wieder umgedeutet wird. Das Programm verbindet so das einzelne Bauwerk\, den Entwurfsprozess\, die Nähe zur Kunst und die Stadt als Bild; jenes Los Angeles\, aus dem Frank Gehry und die Cool School hervor­gingen und welches sie ihrerseits mitprägten. \n  \n11.30–12.18 Uhr:\nGehry’s Vertigo (Gehrys Höhenschwindel)\nRegie: Ila Bêka & Louise Lemoine · 2011 · 48 Min. · Spanisch (engl. Untertitel) · Bêka & Lemoine \nDer Film erschließt das Guggenheim-Museum in Bilbao aus ungewohnter Perspek­tive: aus dem Blickwinkel der Reinigungskräfte\, die den 1997 von Frank Gehry errich­te­ten Bau am Seil hängend reinigen und instand halten. Die Kamera folgt ihnen im Inneren des Museums wie auch außen; an der titanverkleide­ten Fassade und auf dem Dach ebenso wie im hohen\, gläsernen Atrium. Die für Gehry charakteristischen geschwunge­nen\, schräg geneigten Flächen machen die Arbeit in oft schwindel­erre­gen­der Höhe zur Herausforde­rung. Darauf spielt auch der Titel an: Vertigo bedeutet Schwindel. Ein Teil der Kameras ist an den Helmen der Arbeitenden befestigt\, sodass man Dach und Atrium aus ihrer subjektiven Perspektive erlebt; die mitunter wacke­ligen Bilder verleihen dem Film eine unmittelbare\, authentische Wirkung. \nAuf eine erklärende Erzählstimme wird verzichtet; zu hören sind Äuße­run­gen der Arbeitenden selbst. Daneben beobachtet der Film das alltägliche Geschehen im Museum\, etwa eine Hochzeitsgesellschaft beim Fotografieren\, und begleitet einen Jungen\, der die Räume durchstreift. So wird das Bauwerk von innen wie außen erfahrbar\, durch die Augen derer\, die ihm täglich am nächsten kommen. \n  \n12.30–13.25 Uhr:\nLarge Scale Projects: Claes Oldenburg / Coosje Van Bruggen (Großprojekte: Claes Oldenburg / Coosje Van Bruggen)\nRegie: Lana Jokel & Nicholas Doob · 1992 · 55 Min. · Englisch · Filmmakers Library / Alexander Street \nDer Film porträtiert die künstlerische Zusammenarbeit von Claes Oldenburg (1929–2022) und Coosje Van Bruggen (1942–2009)\, die über drei Jahrzehnte hinweg gemein­sam monumentale Skulpturen für den öffentlichen Raum schufen. Die gebürtige Niederländerin Van Bruggen kam aus dem kuratorisch-kunsthistorischen Feld und war Kuratorin am Stedelijk Museum in Amsterdam; der in Schweden geborene Oldenburg war ein amerikani­scher Bildhauer\, der sich mit Alltagsobjekten und der Konsumwelt auseinandersetzte und neben Andy Warhol zu den Ikonen der Pop Art zu zählen ist. Bekannt wurde er für die vergrößerte Darstellung alltäglicher Gegenstände ins Monumentale\, wodurch vertraute Objekte zu raumgreifenden Formen verfremdet wurden. \nDer Film begleitet mehrere ihrer Projekte von der ersten Idee bis zur Aufstellung\, darunter Spoonbridge and Cherry (Löffel­brücke und Kirsche\, 1988) in Minneapolis und Dropped Bowl with Scattered Slices and Peels (Heruntergefallene Schüssel mit ver­streuten Scheiben und Schalen\, 1989) in Miami. Mehrfach arbeiteten die beiden mit dem Architekten Frank Gehry zusammen\, woraus unter anderem das Knife Ship (Messerschiff) hervorging: ein überdimensio­nales Schweizer Taschenmesser\, das zugleich ein fahrtüchtiges Schiff war. Für die Biennale in Venedig konzipiert\, wurde es 1985 für die Performance Il Corso del Coltello realisiert. Im Film ist es im New Yorker Guggenheim Museum zu sehen. \nAuch das Binocular Building (Fernglas-Gebäude\, 1991) in Venice\, Kalifornien\, entstand in Zusammenarbeit mit Gehry. Dort ist die Skulptur unmittelbar in den Bau integriert: Ein monumentales Fernglas bildet den Eingang; zwischen seinen beiden Röhren fahren Autos wie durch ein Tor in die Tiefgarage. In den Röhren liegen Besprechungsräume; und was von außen die Okulare des Fernglases sind\, wird hier von innen zum Oberlicht: zwei runde Öffnungen\, durch die das Tageslicht herabfällt. \n  \n13.30–14.52 Uhr:\nSketches of Frank Gehry (Skizzen von Frank Gehry)\nRegie: Sydney Pollack · 2006 · 82 Min. · Englisch (mit dt. Untertiteln) · Sony Pictures Classics (PBS American Masters) \nVon dem renommierten Hollywood-Regisseur Sydney Pollack stammen Spielfilme wie Tootsie und Out of Africa (Jenseits von Afrika)\, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen wie dem Oscar und Golden Globe. Sketches of Frank Gehry ist seine einzige Dokumen­tation. Der Film ist als persönliches Gespräch zweier langjähriger Freunde angelegt\, in dem Pollack selbst in Erscheinung tritt. Sein Interesse gilt dabei neben den Gebäuden vor allem dem Menschen Frank Gehry\, den er als ausgesprochen selbstkritische Figur zeichnet. Den Ausgangspunkt bilden Gehrys rasche Skizzen\, die am Beginn jedes Entwurfs stehen und dem Film seinen Titel geben. Mehrere seiner Bauten werden thematisiert: wie das Guggenheim-Museum in Bilbao\, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und die DZ Bank (ehemals DG Bank) in Berlin. \nZahlreiche Stimmen kommen hinzu\, darunter die Künstler Ed Ruscha und Dennis Hopper sowie der Architekt Philip Johnson. Als Gegenstimme tritt der Kunstkritiker   Hal Foster auf\, der Gehrys Werk skeptisch gegenübersteht. 2006 wurde der Film beim Filmfestival in Cannes gezeigt. \n   \n15–17.51 Uhr:\nLos Angeles Plays Itself (Los Angeles spielt sich selbst)\nRegie: Thom Andersen · 2003 · 171 Min. · Englisch · The Cinema Guild \nLos Angeles ist die Stadt\, aus der Frank Gehry und die Cool School hervorgingen\, geprägt von modernistischer Architektur\, ihren Straßenräumen und ihrer spezifi­schen Atmosphäre. Dieser Essayfilm geht der Frage nach\, wie eben diese Stadt im Kino bzw. im Film dargestellt wird. Dafür montierte Thom Andersen über 200 Ausschnitte aus bekannten und weniger bekannten Spielfilmen aus annähernd hundert Jahren Filmgeschichte. \nEr ordnete sie drei Rollen zu\, die Los Angeles im Film spielt\, von der beiläufigsten bis zur tragenden: zunächst die der bloßen Kulisse\, vor der die Handlung abläuft; dann als eigenständige Figur\, die das Geschehen mitprägt; und schließlich die des eigentlichen Themas\, von dem der Film selbst handelt. Andersen stellt die These auf\, dass das von Hollywood entworfene Bild das tatsächliche Los Angeles überlagern würde. So legt er etwa offen\, wie in Filmen die moderne Architektur der Stadt wiederkehrend zu „Villen von Bösewichten“ umgedeutet werden\, wie ganze Stadtviertel hinter dieser Projektion verschwinden\, wie Los Angeles als Schauplatz für gänzlich andere Orte dient und wie die berüchtigten Auto-Verfolgungsjagden ein verzerrtes Bild zeichnen. \nDen Kommentar verfasst Andersen selbst\, in der Ich-Form; gesprochen wird er von seinem Freund Encke King. 2003 erhält der Film beim Filmfestival im kanadischen Vancouver den Preis für den besten Dokumentarfilm. \n  \n2. Programmblock ( 4.10. 2026–10. 1. 2027) \n12–13.22 Uhr: Sketches of Frank Gehry (82 Min.) \n13.30–13.57 Uhr: Edward Kienholz: The Story of an Artist (27 Min.)   \n14–14.58 Uhr: Frank Gehry: The Formative Years (58 Min.) \n15–15.57 Uhr: Artbound: Light & Space (57 Min.) \n  \nDer zweite Teil des Filmprogramms rückt das Umfeld\, aus dem Gehry kam\, weiter in den Blick: die Kunstszene von Los Angeles und die sogenannte Cool School. Sketches of Frank Gehry ist auch bei dieser Auswahl der Dreh- und Angelpunkt und zeichnet den Architekten als ausgesprochen selbstkritische Figur\, die sich der Welt der Kunst oft näher fühlte als dem eigenen Berufsstand. Ed Kienholz: Story of an Artist führt zum Ausgangspunkt dieser Szene\, zur Ferus Gallery\, die Kienholz 1957 mitbegründete und die zum Treffpunkt der Cool School wurde. \nFrank Gehry: The Formative Years zeigt\, wie eng Gehry mit Künstler*innen dieser Szene verbunden war\, und erinnert daran\, dass er für sein Wohnhaus in Santa Monica gerade jene alltäglichen Industrie­materia­lien verwendete\, die damals als architektur­unwürdig galten. Light and Space stellt schließlich die kalifornische Kunstrichtung um Robert Irwin\, Larry Bell und Helen Pashgian vor\, die durch die Erforschung von unkonventionellen Materialien und dem kalifornischen Licht die Sinneserfahrung selbst zum Thema machte. Ihre Werke berühren Fragen\, die auch für Gehrys Schaffen von Bedeutung sind. \nSo öffnet die Auswahl eine bestimmte Perspektive: Gehrys Architektur erscheint als eigenständige Größe des Bauens\, eng verwoben mit einer Szene\, die Wahrnehmung erprobte\, Disziplingrenzen überschritt und das vermeintlich Geringe zum Material erhob. \n  \n12–13.22 Uhr:\nSketches of Frank Gehry (Skizzen von Frank Gehry)\nRegie: Sydney Pollack · 2006 · 82 Min. · Englisch (mit dt. Untertiteln) · Sony Pictures Classics (PBS American Masters) \nVon dem renommierten Hollywood-Regisseur Sydney Pollack stammen Spielfilme wie Tootsie und Out of Africa (Jenseits von Afrika)\, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen wie dem Oscar und Golden Globe. Sketches of Frank Gehry ist seine einzige Dokumen­tation. Der Film ist als persönliches Gespräch zweier langjähriger Freunde angelegt\, in dem Pollack selbst in Erscheinung tritt. Sein Interesse gilt dabei neben den Gebäuden vor allem dem Menschen Frank Gehry\, den er als ausgesprochen selbstkritische Figur zeichnet. Den Ausgangspunkt bilden Gehrys rasche Skizzen\, die am Beginn jedes Entwurfs stehen und dem Film seinen Titel geben. Mehrere seiner Bauten werden thematisiert: wie das Guggenheim-Museum in Bilbao\, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und die DZ Bank (ehemals DG Bank) in Berlin. \nZahlreiche weitere Stimmen kommen hinzu\, darunter die Künstler Ed Ruscha und Dennis Hopper sowie der Architekt Philip Johnson. Als Gegenstimme tritt der Kunst­kritiker Hal Foster auf\, der Gehrys Werk skeptisch gegenübersteht. 2006 wurde der Film beim Filmfestival in Cannes gezeigt. \n   \n13.30–13.57 Uhr:\nEd Kienholz: Story of an Artist (Ed Kienholz: Geschichte eines Künstlers)\nRegie: William Kronick · 1961 · 27 Min. · Englisch · Wolper Productions (Warner Bros. / Filmbank) \nDer Film begleitet den jungen Ed Kienholz (1927–1994) dabei\, wie er seine erste Einzel­aus­stellung in der Ferus Gallery in Los Angeles vorbereitete. Diese von ihm und Walter Hopps 1957 gegründete Galerie wurde zum zentralen Treffpunkt und Ort des Austausches der lokalen Künstler*innenszene\, der sogenannten Cool School. Kienholz galt als umstrittener Künstler; er verhandelte gesellschaftliche Tabus und Missstände in damals als drastisch empfundenen Bildern. Er ist ein wichtiger Vertreter der Assemblage\, einer Technik\, bei der Werke aus Alltagsdingen und Fundstücken zusammengesetzt werden. Der Film zeigt vor allem Kienholz bei der Arbeit und mündet schließlich in die dicht gedrängte Eröffnung und die nachfolgende ausgelassene Feier in der Bar Barney’s Beanery. Diese war ebenfalls ein wichtiger Treffpunkt von Künstler*innen und Musiker*innen. Kienholz bildete die Bar später in seiner berühmten begehbaren Skulptur The Beanery (1965) nach. \nEntstanden ist der Film 1961 in Los Angeles unter der Regie von William Kronick\, als Fernsehproduktion für David L. Wolper\, mit einer Titelmusik von Elmer Bernstein; durch die Sendung führt John Willis. \n  \n 14–14.58 Uhr:\nFrank Gehry: The Formative Years (Frank Gehry: Die prägenden Jahre)\nRegie: Michael Blackwood · 1988 · 58 Min. · Englisch · Michael Blackwood Productions \nDer Film widmet sich den frühen Jahren Frank Gehrys in Los Angeles\, kommentiert vom Architekten selbst. Im Zentrum steht sein eigenes Wohnhaus in Santa Monica: ein zunächst gewöhnliches Haus im holländisch-kolonialen Stil aus den 1920er-Jahren. Gehry erweiterte dieses 1978\, indem er es mit alltäglichen Industriematerialien um­mantelte\, mit Maschendraht\, Wellblech und Sperrholz. Solche Materialien galten damals als minderwertig und nicht als architekturwürdige Baustoffe. Mit diesem Umbau setzt Gehry diese gerade deshalb und in völlig neuer Weise ein. Das Haus sorgt so für Aufsehen: bei den Nachbarn für Empörung\, in der Fachwelt für Beachtung\, die Gehrys Ruf begründet. \nDer Film zeigt zudem weitere frühe Bauten im Großraum Los Angeles\, das Norton House\, die Loyola Law School und das Aerospace Museum\, und damit Gehrys Weg vom privaten Wohnhaus zum großen öffentlichen Gebäude. Zu Wort kommen Künstler aus seinem Umfeld in Los Angeles: Billy Al Bengston\, Ron Davis und Ed Moses\, die Architekturhistoriker Kenneth Frampton und Kurt Forster\, sein Psychoanalytiker Milton Wexler sowie seine Mutter Thelma Gehry. \n  \n15–15.57 Uhr:\nArtbound: Light and Space (Richtung Kunst: Licht und Raum)\nRegie: Sue Ding · 2020 · 57 Min. · Englisch · KCET / PBS SoCal (Artbound) \nIm Mittelpunkt steht die Light and Space-Bewegung\, eine in den 1960er-Jahren an der US-amerikanischen Westküste entstandene Kunstrichtung. Sie gilt als kalifornische Spielart des Minimalismus und ist eng mit dem hellen\, beständigen Licht in Los Angeles verbunden. Der Film stellt drei zentrale Figuren der Bewegung vor: Robert Irwin\, Larry Bell und Helen Pashgian\, deren Werk die Kunsthistorikerin und Kuratorin Robin Clark bespricht. Sie arbeiteten mit künstlichem wie ebenso mit natürlichem Licht\, das sich im Tagesverlauf verändert. Es wurde als bedeutender Bestandteil der Werke gesehen. Ihre Materialien stammten zum Teil aus der nach dem Zweiten Weltkrieg florierenden Auto- und Luftfahrtindustrie. Im Kern sind diese Arbeiten phänomenologische Untersuchungen; das Objekt ist dabei ein Vehikel\, das den Akt des Sehens selbst erfahrbar macht. \nDie von Sue Ding gedrehte Folge eröffnete 2020 die elfte Staffel der Reihe Artbound und wurde mit einem Los Angeles Area Emmy ausgezeichnet. \n   \nProgramm + Texte: Marcus Herse\, Künstler\, Kurator und Wissenschaftler
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SUMMARY:Führung durch die Gehry-Architektur
DESCRIPTION:An der Seite einer*s Kunstvermittler*in erleben Sie die einzigartige Gehry-Architektur des Museums. Während des einstündigen Rundgangs bekommen Sie Informationen rund um das Marta als Bauwerk und haben die Möglichkeit\, Fragen zu stellen. \nTicket\n3\,50 Euro zzgl. Ausstellungseintritt \nAnmeldung\nohne Anmeldung\, begrenzte Teilnehmer*innenzahl
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SUMMARY:Offene Runde
DESCRIPTION:Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat bietet das Marta Herford ein offenes Mitmach-Angebot für Familien an. \nOb vor\, nach oder während eines Ausstellungsbesuchs: Das offene Atelier in der Marta-Lobby lädt Kinder und Erwachsene dazu ein\, gemeinsam aktiv zu werden und verschiedene künstlerische Sprachen kennenzulernen. \n  \nDauer\n14 bis 16.30 Uhr \nOrt\nMarta-Lobby \nKosten\nkostenfrei \nAnmeldung\nohne Anmeldung\, begrenzte Teilnehmer*innenzahl
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SUMMARY:Führung durch die Ausstellungen
DESCRIPTION:In einer einstündigen Führung mit unseren freien Kunstvermittler*innen durch die aktuellen Ausstellungen bekommen Sie Informationen zu den ausstellenden Künstler*innen und ihren Werken und haben die Möglichkeit\, Fragen an die Kunst zu stellen. \nTicket\n3\,50 Euro zzgl. Ausstellungseintritt \nAnmeldung\nohne Anmeldung
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SUMMARY:Kuratorische Ausstellungsführung „Mindset Los Angeles“ mit Direktorin Kathleen Rahn
DESCRIPTION:In einer einstündigen Führung mit Marta-Direktorin Kathleen Rahn durch die aktuelle Ausstellung Mindset Los Angeles erfahren die Teilnehmenden Hintergründe zu der Ausstellung\, ihrer Entstehung und den ausgestellten Werken. Wissenswertes über Frank Gehry (1929–2025)\, den Architekten des Marta Herford\, wird ebenso vermittelt wie über die Künstler*innen seiner Zeit in Los Angeles\, welche sein Schaffen sehr prägten. Davon ausgehend werden auch Werke nachfolgender Generationen von Künstler*innen in L.A. thematisiert. \n(Gehry-Galerien und Lippold-Galerie\, 1. Etage) \nTicket \n3\,50 Euro zzgl. Ausstellungseintritt\, ohne Anmeldung\, begrenzte Teilnehmer*innenzahl \n 
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SUMMARY:Marta-Mittwoch
DESCRIPTION:Kunstgenuss zum Feierabend: Jeden Mittwoch lädt das Marta ein\, den Tag mit einem Ausstellungsbesuch entspannt bis 20 Uhr ausklingen zu lassen.
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SUMMARY:Führung durch die Ausstellungen
DESCRIPTION:In einer einstündigen Führung mit unseren freien Kunstvermittler*innen durch die aktuellen Ausstellungen bekommen Sie Informationen zu den ausstellenden Künstler*innen und ihren Werken und haben die Möglichkeit\, Fragen an die Kunst zu stellen. \nTicket\n3\,50 Euro zzgl. Ausstellungseintritt \nAnmeldung\nohne Anmeldung
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SUMMARY:Filmprogramm zur Ausstellung "Mindset Los Angeles"
DESCRIPTION:Begleitend zur Ausstellung Mindset Los Angeles wird jeden Sonntag ein ausgewähltes Filmprogramm bei freiem Eintritt im Marta-Forum präsentiert (an einzelnen Sonntagen an einem alternativen Ort). \n  \n1. Programmblock (28. 6.–27. 9. 2026) \n11.30–12.18 Uhr: Gehry’s Vertigo (48 Min.) \n12.30–13.25 Uhr: Large Scale Projects: Claes Oldenburg / Coosje Van Bruggen (55 Min.) \n13.30–14.52 Uhr: Sketches of Frank Gehry (82 Min.) \n15–17.51 Uhr: Los Angeles Plays Itself  (171 Min.) \n  \nDer erste Teil des Filmprogramms versammelt vier Filme\, die sich Frank Gehrys Architektur und ihrem Bezug zur Kunst aus unterschiedlichen Richtungen nähern. Darüber hinaus wird die Stadt Los Angeles in den Blick genommen. Gehry’s Vertigo zeigt das Guggenheim-Museum in Bilbao aus der Perspektive der abgeseilt arbeitenden Reinigungskräfte und bringt  seine geschwungenen Flächen schwindelerregend nahe. Large Scale Projects zeigt Gehrys Zusammenarbeit mit dem Künstler*innenpaar Claes Oldenburg und Coosje  Van Bruggen\, aus der Werke hervorgehen\, die sich zwischen Skulptur\, Objekt und Architektur bewegen. \nIn Sketches of Frank Gehry zeichnet Sydney Pollack ein persönliches Porträt und wendet sich dem Architekten selbst zu: seiner Person und seinem Arbeitsprozess\, von der ersten raschen Skizze über Modelle bis zum fertigen Gebäude. Los Angeles Plays Itself richtet den Blick schließlich auf die Stadt und fragt\, wie deren moderne Architektur im Kino gelesen und immer wieder umgedeutet wird. Das Programm verbindet so das einzelne Bauwerk\, den Entwurfsprozess\, die Nähe zur Kunst und die Stadt als Bild; jenes Los Angeles\, aus dem Frank Gehry und die Cool School hervor­gingen und welches sie ihrerseits mitprägten. \n  \n11.30–12.18 Uhr:\nGehry’s Vertigo (Gehrys Höhenschwindel)\nRegie: Ila Bêka & Louise Lemoine · 2011 · 48 Min. · Spanisch (engl. Untertitel) · Bêka & Lemoine \nDer Film erschließt das Guggenheim-Museum in Bilbao aus ungewohnter Perspek­tive: aus dem Blickwinkel der Reinigungskräfte\, die den 1997 von Frank Gehry errich­te­ten Bau am Seil hängend reinigen und instand halten. Die Kamera folgt ihnen im Inneren des Museums wie auch außen; an der titanverkleide­ten Fassade und auf dem Dach ebenso wie im hohen\, gläsernen Atrium. Die für Gehry charakteristischen geschwunge­nen\, schräg geneigten Flächen machen die Arbeit in oft schwindel­erre­gen­der Höhe zur Herausforde­rung. Darauf spielt auch der Titel an: Vertigo bedeutet Schwindel. Ein Teil der Kameras ist an den Helmen der Arbeitenden befestigt\, sodass man Dach und Atrium aus ihrer subjektiven Perspektive erlebt; die mitunter wacke­ligen Bilder verleihen dem Film eine unmittelbare\, authentische Wirkung. \nAuf eine erklärende Erzählstimme wird verzichtet; zu hören sind Äuße­run­gen der Arbeitenden selbst. Daneben beobachtet der Film das alltägliche Geschehen im Museum\, etwa eine Hochzeitsgesellschaft beim Fotografieren\, und begleitet einen Jungen\, der die Räume durchstreift. So wird das Bauwerk von innen wie außen erfahrbar\, durch die Augen derer\, die ihm täglich am nächsten kommen. \n  \n12.30–13.25 Uhr:\nLarge Scale Projects: Claes Oldenburg / Coosje Van Bruggen (Großprojekte: Claes Oldenburg / Coosje Van Bruggen)\nRegie: Lana Jokel & Nicholas Doob · 1992 · 55 Min. · Englisch · Filmmakers Library / Alexander Street \nDer Film porträtiert die künstlerische Zusammenarbeit von Claes Oldenburg (1929–2022) und Coosje Van Bruggen (1942–2009)\, die über drei Jahrzehnte hinweg gemein­sam monumentale Skulpturen für den öffentlichen Raum schufen. Die gebürtige Niederländerin Van Bruggen kam aus dem kuratorisch-kunsthistorischen Feld und war Kuratorin am Stedelijk Museum in Amsterdam; der in Schweden geborene Oldenburg war ein amerikani­scher Bildhauer\, der sich mit Alltagsobjekten und der Konsumwelt auseinandersetzte und neben Andy Warhol zu den Ikonen der Pop Art zu zählen ist. Bekannt wurde er für die vergrößerte Darstellung alltäglicher Gegenstände ins Monumentale\, wodurch vertraute Objekte zu raumgreifenden Formen verfremdet wurden. \nDer Film begleitet mehrere ihrer Projekte von der ersten Idee bis zur Aufstellung\, darunter Spoonbridge and Cherry (Löffel­brücke und Kirsche\, 1988) in Minneapolis und Dropped Bowl with Scattered Slices and Peels (Heruntergefallene Schüssel mit ver­streuten Scheiben und Schalen\, 1989) in Miami. Mehrfach arbeiteten die beiden mit dem Architekten Frank Gehry zusammen\, woraus unter anderem das Knife Ship (Messerschiff) hervorging: ein überdimensio­nales Schweizer Taschenmesser\, das zugleich ein fahrtüchtiges Schiff war. Für die Biennale in Venedig konzipiert\, wurde es 1985 für die Performance Il Corso del Coltello realisiert. Im Film ist es im New Yorker Guggenheim Museum zu sehen. \nAuch das Binocular Building (Fernglas-Gebäude\, 1991) in Venice\, Kalifornien\, entstand in Zusammenarbeit mit Gehry. Dort ist die Skulptur unmittelbar in den Bau integriert: Ein monumentales Fernglas bildet den Eingang; zwischen seinen beiden Röhren fahren Autos wie durch ein Tor in die Tiefgarage. In den Röhren liegen Besprechungsräume; und was von außen die Okulare des Fernglases sind\, wird hier von innen zum Oberlicht: zwei runde Öffnungen\, durch die das Tageslicht herabfällt. \n  \n13.30–14.52 Uhr:\nSketches of Frank Gehry (Skizzen von Frank Gehry)\nRegie: Sydney Pollack · 2006 · 82 Min. · Englisch (mit dt. Untertiteln) · Sony Pictures Classics (PBS American Masters) \nVon dem renommierten Hollywood-Regisseur Sydney Pollack stammen Spielfilme wie Tootsie und Out of Africa (Jenseits von Afrika)\, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen wie dem Oscar und Golden Globe. Sketches of Frank Gehry ist seine einzige Dokumen­tation. Der Film ist als persönliches Gespräch zweier langjähriger Freunde angelegt\, in dem Pollack selbst in Erscheinung tritt. Sein Interesse gilt dabei neben den Gebäuden vor allem dem Menschen Frank Gehry\, den er als ausgesprochen selbstkritische Figur zeichnet. Den Ausgangspunkt bilden Gehrys rasche Skizzen\, die am Beginn jedes Entwurfs stehen und dem Film seinen Titel geben. Mehrere seiner Bauten werden thematisiert: wie das Guggenheim-Museum in Bilbao\, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und die DZ Bank (ehemals DG Bank) in Berlin. \nZahlreiche Stimmen kommen hinzu\, darunter die Künstler Ed Ruscha und Dennis Hopper sowie der Architekt Philip Johnson. Als Gegenstimme tritt der Kunstkritiker   Hal Foster auf\, der Gehrys Werk skeptisch gegenübersteht. 2006 wurde der Film beim Filmfestival in Cannes gezeigt. \n   \n15–17.51 Uhr:\nLos Angeles Plays Itself (Los Angeles spielt sich selbst)\nRegie: Thom Andersen · 2003 · 171 Min. · Englisch · The Cinema Guild \nLos Angeles ist die Stadt\, aus der Frank Gehry und die Cool School hervorgingen\, geprägt von modernistischer Architektur\, ihren Straßenräumen und ihrer spezifi­schen Atmosphäre. Dieser Essayfilm geht der Frage nach\, wie eben diese Stadt im Kino bzw. im Film dargestellt wird. Dafür montierte Thom Andersen über 200 Ausschnitte aus bekannten und weniger bekannten Spielfilmen aus annähernd hundert Jahren Filmgeschichte. \nEr ordnete sie drei Rollen zu\, die Los Angeles im Film spielt\, von der beiläufigsten bis zur tragenden: zunächst die der bloßen Kulisse\, vor der die Handlung abläuft; dann als eigenständige Figur\, die das Geschehen mitprägt; und schließlich die des eigentlichen Themas\, von dem der Film selbst handelt. Andersen stellt die These auf\, dass das von Hollywood entworfene Bild das tatsächliche Los Angeles überlagern würde. So legt er etwa offen\, wie in Filmen die moderne Architektur der Stadt wiederkehrend zu „Villen von Bösewichten“ umgedeutet werden\, wie ganze Stadtviertel hinter dieser Projektion verschwinden\, wie Los Angeles als Schauplatz für gänzlich andere Orte dient und wie die berüchtigten Auto-Verfolgungsjagden ein verzerrtes Bild zeichnen. \nDen Kommentar verfasst Andersen selbst\, in der Ich-Form; gesprochen wird er von seinem Freund Encke King. 2003 erhält der Film beim Filmfestival im kanadischen Vancouver den Preis für den besten Dokumentarfilm. \n  \n2. Programmblock ( 4.10. 2026–10. 1. 2027) \n12–13.22 Uhr: Sketches of Frank Gehry (82 Min.) \n13.30–13.57 Uhr: Edward Kienholz: The Story of an Artist (27 Min.)   \n14–14.58 Uhr: Frank Gehry: The Formative Years (58 Min.) \n15–15.57 Uhr: Artbound: Light & Space (57 Min.) \n  \nDer zweite Teil des Filmprogramms rückt das Umfeld\, aus dem Gehry kam\, weiter in den Blick: die Kunstszene von Los Angeles und die sogenannte Cool School. Sketches of Frank Gehry ist auch bei dieser Auswahl der Dreh- und Angelpunkt und zeichnet den Architekten als ausgesprochen selbstkritische Figur\, die sich der Welt der Kunst oft näher fühlte als dem eigenen Berufsstand. Ed Kienholz: Story of an Artist führt zum Ausgangspunkt dieser Szene\, zur Ferus Gallery\, die Kienholz 1957 mitbegründete und die zum Treffpunkt der Cool School wurde. \nFrank Gehry: The Formative Years zeigt\, wie eng Gehry mit Künstler*innen dieser Szene verbunden war\, und erinnert daran\, dass er für sein Wohnhaus in Santa Monica gerade jene alltäglichen Industrie­materia­lien verwendete\, die damals als architektur­unwürdig galten. Light and Space stellt schließlich die kalifornische Kunstrichtung um Robert Irwin\, Larry Bell und Helen Pashgian vor\, die durch die Erforschung von unkonventionellen Materialien und dem kalifornischen Licht die Sinneserfahrung selbst zum Thema machte. Ihre Werke berühren Fragen\, die auch für Gehrys Schaffen von Bedeutung sind. \nSo öffnet die Auswahl eine bestimmte Perspektive: Gehrys Architektur erscheint als eigenständige Größe des Bauens\, eng verwoben mit einer Szene\, die Wahrnehmung erprobte\, Disziplingrenzen überschritt und das vermeintlich Geringe zum Material erhob. \n  \n12–13.22 Uhr:\nSketches of Frank Gehry (Skizzen von Frank Gehry)\nRegie: Sydney Pollack · 2006 · 82 Min. · Englisch (mit dt. Untertiteln) · Sony Pictures Classics (PBS American Masters) \nVon dem renommierten Hollywood-Regisseur Sydney Pollack stammen Spielfilme wie Tootsie und Out of Africa (Jenseits von Afrika)\, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen wie dem Oscar und Golden Globe. Sketches of Frank Gehry ist seine einzige Dokumen­tation. Der Film ist als persönliches Gespräch zweier langjähriger Freunde angelegt\, in dem Pollack selbst in Erscheinung tritt. Sein Interesse gilt dabei neben den Gebäuden vor allem dem Menschen Frank Gehry\, den er als ausgesprochen selbstkritische Figur zeichnet. Den Ausgangspunkt bilden Gehrys rasche Skizzen\, die am Beginn jedes Entwurfs stehen und dem Film seinen Titel geben. Mehrere seiner Bauten werden thematisiert: wie das Guggenheim-Museum in Bilbao\, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und die DZ Bank (ehemals DG Bank) in Berlin. \nZahlreiche weitere Stimmen kommen hinzu\, darunter die Künstler Ed Ruscha und Dennis Hopper sowie der Architekt Philip Johnson. Als Gegenstimme tritt der Kunst­kritiker Hal Foster auf\, der Gehrys Werk skeptisch gegenübersteht. 2006 wurde der Film beim Filmfestival in Cannes gezeigt. \n   \n13.30–13.57 Uhr:\nEd Kienholz: Story of an Artist (Ed Kienholz: Geschichte eines Künstlers)\nRegie: William Kronick · 1961 · 27 Min. · Englisch · Wolper Productions (Warner Bros. / Filmbank) \nDer Film begleitet den jungen Ed Kienholz (1927–1994) dabei\, wie er seine erste Einzel­aus­stellung in der Ferus Gallery in Los Angeles vorbereitete. Diese von ihm und Walter Hopps 1957 gegründete Galerie wurde zum zentralen Treffpunkt und Ort des Austausches der lokalen Künstler*innenszene\, der sogenannten Cool School. Kienholz galt als umstrittener Künstler; er verhandelte gesellschaftliche Tabus und Missstände in damals als drastisch empfundenen Bildern. Er ist ein wichtiger Vertreter der Assemblage\, einer Technik\, bei der Werke aus Alltagsdingen und Fundstücken zusammengesetzt werden. Der Film zeigt vor allem Kienholz bei der Arbeit und mündet schließlich in die dicht gedrängte Eröffnung und die nachfolgende ausgelassene Feier in der Bar Barney’s Beanery. Diese war ebenfalls ein wichtiger Treffpunkt von Künstler*innen und Musiker*innen. Kienholz bildete die Bar später in seiner berühmten begehbaren Skulptur The Beanery (1965) nach. \nEntstanden ist der Film 1961 in Los Angeles unter der Regie von William Kronick\, als Fernsehproduktion für David L. Wolper\, mit einer Titelmusik von Elmer Bernstein; durch die Sendung führt John Willis. \n  \n 14–14.58 Uhr:\nFrank Gehry: The Formative Years (Frank Gehry: Die prägenden Jahre)\nRegie: Michael Blackwood · 1988 · 58 Min. · Englisch · Michael Blackwood Productions \nDer Film widmet sich den frühen Jahren Frank Gehrys in Los Angeles\, kommentiert vom Architekten selbst. Im Zentrum steht sein eigenes Wohnhaus in Santa Monica: ein zunächst gewöhnliches Haus im holländisch-kolonialen Stil aus den 1920er-Jahren. Gehry erweiterte dieses 1978\, indem er es mit alltäglichen Industriematerialien um­mantelte\, mit Maschendraht\, Wellblech und Sperrholz. Solche Materialien galten damals als minderwertig und nicht als architekturwürdige Baustoffe. Mit diesem Umbau setzt Gehry diese gerade deshalb und in völlig neuer Weise ein. Das Haus sorgt so für Aufsehen: bei den Nachbarn für Empörung\, in der Fachwelt für Beachtung\, die Gehrys Ruf begründet. \nDer Film zeigt zudem weitere frühe Bauten im Großraum Los Angeles\, das Norton House\, die Loyola Law School und das Aerospace Museum\, und damit Gehrys Weg vom privaten Wohnhaus zum großen öffentlichen Gebäude. Zu Wort kommen Künstler aus seinem Umfeld in Los Angeles: Billy Al Bengston\, Ron Davis und Ed Moses\, die Architekturhistoriker Kenneth Frampton und Kurt Forster\, sein Psychoanalytiker Milton Wexler sowie seine Mutter Thelma Gehry. \n  \n15–15.57 Uhr:\nArtbound: Light and Space (Richtung Kunst: Licht und Raum)\nRegie: Sue Ding · 2020 · 57 Min. · Englisch · KCET / PBS SoCal (Artbound) \nIm Mittelpunkt steht die Light and Space-Bewegung\, eine in den 1960er-Jahren an der US-amerikanischen Westküste entstandene Kunstrichtung. Sie gilt als kalifornische Spielart des Minimalismus und ist eng mit dem hellen\, beständigen Licht in Los Angeles verbunden. Der Film stellt drei zentrale Figuren der Bewegung vor: Robert Irwin\, Larry Bell und Helen Pashgian\, deren Werk die Kunsthistorikerin und Kuratorin Robin Clark bespricht. Sie arbeiteten mit künstlichem wie ebenso mit natürlichem Licht\, das sich im Tagesverlauf verändert. Es wurde als bedeutender Bestandteil der Werke gesehen. Ihre Materialien stammten zum Teil aus der nach dem Zweiten Weltkrieg florierenden Auto- und Luftfahrtindustrie. Im Kern sind diese Arbeiten phänomenologische Untersuchungen; das Objekt ist dabei ein Vehikel\, das den Akt des Sehens selbst erfahrbar macht. \nDie von Sue Ding gedrehte Folge eröffnete 2020 die elfte Staffel der Reihe Artbound und wurde mit einem Los Angeles Area Emmy ausgezeichnet. \n   \nProgramm + Texte: Marcus Herse\, Künstler\, Kurator und Wissenschaftler
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DESCRIPTION:Ein Kreativangebot für alle Altersstufen – Kinder und Erwachsene sind eingeladen\, im Marta-Atelier zu experimentieren. Es werden wechselnde künstlerische Techniken angeboten. \nTicket\n20 Euro (inkl. Material\, ohne Eintritt in die Ausstellung) \nAnmeldung\nmit Anmeldung\, begrenzte Teilnehmer*innenzahl
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SUMMARY:Wohnzimmer Bühne
DESCRIPTION:Musik\, Comedy und andere Talente in entspannter Atmosphäre – zum Lauschen\, Lachen und locker ins Gespräch kommen. Bühne frei für alle\, die es lieben oder ausprobieren wollen \n  \n16.09. – Ramona Kozma \n  \n21.10.  – Nadu lädt ein  \nMehr Infos hier  \n  \n18.11.  – Early Jim and Aristoteles \n  \n16.12. tba \n  \nAnmeldung\nohne Anmeldung\, Eintritt frei\, jede*r ist willkommen\nAlle Informationen zu Marta HOCH 2 hier. \n 
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SUMMARY:Kunstentdecker*innen
DESCRIPTION:Jeden ersten und dritten Samstag im Monat lädt das Marta zu einem offenen Mitmach-Angebot ein. \nKinder ab 6 Jahren haben hier die Möglichkeit\, die aktuelle Ausstellung zu erkunden und sich im Anschluss selbst als Künstler*innen auszuprobieren. Dabei werden die gewonnenen Eindrücke und Ideen einfallsreich umgesetzt. \nAlter\nab 6 Jahren\, min. 3 Kinder \nDauer\n11 bis 13 Uhr \nKosten\n12 Euro (inkl. Material) \nAnmeldung\nohne Anmeldung\, begrenzte Teilnehmer*innenzahl
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SUMMARY:Filmprogramm zur Ausstellung "Mindset Los Angeles"
DESCRIPTION:Begleitend zur Ausstellung Mindset Los Angeles wird jeden Sonntag ein ausgewähltes Filmprogramm bei freiem Eintritt im Marta-Forum präsentiert (an einzelnen Sonntagen an einem alternativen Ort). \n  \n1. Programmblock (28. 6.–27. 9. 2026) \n11.30–12.18 Uhr: Gehry’s Vertigo (48 Min.) \n12.30–13.25 Uhr: Large Scale Projects: Claes Oldenburg / Coosje Van Bruggen (55 Min.) \n13.30–14.52 Uhr: Sketches of Frank Gehry (82 Min.) \n15–17.51 Uhr: Los Angeles Plays Itself  (171 Min.) \n  \nDer erste Teil des Filmprogramms versammelt vier Filme\, die sich Frank Gehrys Architektur und ihrem Bezug zur Kunst aus unterschiedlichen Richtungen nähern. Darüber hinaus wird die Stadt Los Angeles in den Blick genommen. Gehry’s Vertigo zeigt das Guggenheim-Museum in Bilbao aus der Perspektive der abgeseilt arbeitenden Reinigungskräfte und bringt  seine geschwungenen Flächen schwindelerregend nahe. Large Scale Projects zeigt Gehrys Zusammenarbeit mit dem Künstler*innenpaar Claes Oldenburg und Coosje  Van Bruggen\, aus der Werke hervorgehen\, die sich zwischen Skulptur\, Objekt und Architektur bewegen. \nIn Sketches of Frank Gehry zeichnet Sydney Pollack ein persönliches Porträt und wendet sich dem Architekten selbst zu: seiner Person und seinem Arbeitsprozess\, von der ersten raschen Skizze über Modelle bis zum fertigen Gebäude. Los Angeles Plays Itself richtet den Blick schließlich auf die Stadt und fragt\, wie deren moderne Architektur im Kino gelesen und immer wieder umgedeutet wird. Das Programm verbindet so das einzelne Bauwerk\, den Entwurfsprozess\, die Nähe zur Kunst und die Stadt als Bild; jenes Los Angeles\, aus dem Frank Gehry und die Cool School hervor­gingen und welches sie ihrerseits mitprägten. \n  \n11.30–12.18 Uhr:\nGehry’s Vertigo (Gehrys Höhenschwindel)\nRegie: Ila Bêka & Louise Lemoine · 2011 · 48 Min. · Spanisch (engl. Untertitel) · Bêka & Lemoine \nDer Film erschließt das Guggenheim-Museum in Bilbao aus ungewohnter Perspek­tive: aus dem Blickwinkel der Reinigungskräfte\, die den 1997 von Frank Gehry errich­te­ten Bau am Seil hängend reinigen und instand halten. Die Kamera folgt ihnen im Inneren des Museums wie auch außen; an der titanverkleide­ten Fassade und auf dem Dach ebenso wie im hohen\, gläsernen Atrium. Die für Gehry charakteristischen geschwunge­nen\, schräg geneigten Flächen machen die Arbeit in oft schwindel­erre­gen­der Höhe zur Herausforde­rung. Darauf spielt auch der Titel an: Vertigo bedeutet Schwindel. Ein Teil der Kameras ist an den Helmen der Arbeitenden befestigt\, sodass man Dach und Atrium aus ihrer subjektiven Perspektive erlebt; die mitunter wacke­ligen Bilder verleihen dem Film eine unmittelbare\, authentische Wirkung. \nAuf eine erklärende Erzählstimme wird verzichtet; zu hören sind Äuße­run­gen der Arbeitenden selbst. Daneben beobachtet der Film das alltägliche Geschehen im Museum\, etwa eine Hochzeitsgesellschaft beim Fotografieren\, und begleitet einen Jungen\, der die Räume durchstreift. So wird das Bauwerk von innen wie außen erfahrbar\, durch die Augen derer\, die ihm täglich am nächsten kommen. \n  \n12.30–13.25 Uhr:\nLarge Scale Projects: Claes Oldenburg / Coosje Van Bruggen (Großprojekte: Claes Oldenburg / Coosje Van Bruggen)\nRegie: Lana Jokel & Nicholas Doob · 1992 · 55 Min. · Englisch · Filmmakers Library / Alexander Street \nDer Film porträtiert die künstlerische Zusammenarbeit von Claes Oldenburg (1929–2022) und Coosje Van Bruggen (1942–2009)\, die über drei Jahrzehnte hinweg gemein­sam monumentale Skulpturen für den öffentlichen Raum schufen. Die gebürtige Niederländerin Van Bruggen kam aus dem kuratorisch-kunsthistorischen Feld und war Kuratorin am Stedelijk Museum in Amsterdam; der in Schweden geborene Oldenburg war ein amerikani­scher Bildhauer\, der sich mit Alltagsobjekten und der Konsumwelt auseinandersetzte und neben Andy Warhol zu den Ikonen der Pop Art zu zählen ist. Bekannt wurde er für die vergrößerte Darstellung alltäglicher Gegenstände ins Monumentale\, wodurch vertraute Objekte zu raumgreifenden Formen verfremdet wurden. \nDer Film begleitet mehrere ihrer Projekte von der ersten Idee bis zur Aufstellung\, darunter Spoonbridge and Cherry (Löffel­brücke und Kirsche\, 1988) in Minneapolis und Dropped Bowl with Scattered Slices and Peels (Heruntergefallene Schüssel mit ver­streuten Scheiben und Schalen\, 1989) in Miami. Mehrfach arbeiteten die beiden mit dem Architekten Frank Gehry zusammen\, woraus unter anderem das Knife Ship (Messerschiff) hervorging: ein überdimensio­nales Schweizer Taschenmesser\, das zugleich ein fahrtüchtiges Schiff war. Für die Biennale in Venedig konzipiert\, wurde es 1985 für die Performance Il Corso del Coltello realisiert. Im Film ist es im New Yorker Guggenheim Museum zu sehen. \nAuch das Binocular Building (Fernglas-Gebäude\, 1991) in Venice\, Kalifornien\, entstand in Zusammenarbeit mit Gehry. Dort ist die Skulptur unmittelbar in den Bau integriert: Ein monumentales Fernglas bildet den Eingang; zwischen seinen beiden Röhren fahren Autos wie durch ein Tor in die Tiefgarage. In den Röhren liegen Besprechungsräume; und was von außen die Okulare des Fernglases sind\, wird hier von innen zum Oberlicht: zwei runde Öffnungen\, durch die das Tageslicht herabfällt. \n  \n13.30–14.52 Uhr:\nSketches of Frank Gehry (Skizzen von Frank Gehry)\nRegie: Sydney Pollack · 2006 · 82 Min. · Englisch (mit dt. Untertiteln) · Sony Pictures Classics (PBS American Masters) \nVon dem renommierten Hollywood-Regisseur Sydney Pollack stammen Spielfilme wie Tootsie und Out of Africa (Jenseits von Afrika)\, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen wie dem Oscar und Golden Globe. Sketches of Frank Gehry ist seine einzige Dokumen­tation. Der Film ist als persönliches Gespräch zweier langjähriger Freunde angelegt\, in dem Pollack selbst in Erscheinung tritt. Sein Interesse gilt dabei neben den Gebäuden vor allem dem Menschen Frank Gehry\, den er als ausgesprochen selbstkritische Figur zeichnet. Den Ausgangspunkt bilden Gehrys rasche Skizzen\, die am Beginn jedes Entwurfs stehen und dem Film seinen Titel geben. Mehrere seiner Bauten werden thematisiert: wie das Guggenheim-Museum in Bilbao\, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und die DZ Bank (ehemals DG Bank) in Berlin. \nZahlreiche Stimmen kommen hinzu\, darunter die Künstler Ed Ruscha und Dennis Hopper sowie der Architekt Philip Johnson. Als Gegenstimme tritt der Kunstkritiker   Hal Foster auf\, der Gehrys Werk skeptisch gegenübersteht. 2006 wurde der Film beim Filmfestival in Cannes gezeigt. \n   \n15–17.51 Uhr:\nLos Angeles Plays Itself (Los Angeles spielt sich selbst)\nRegie: Thom Andersen · 2003 · 171 Min. · Englisch · The Cinema Guild \nLos Angeles ist die Stadt\, aus der Frank Gehry und die Cool School hervorgingen\, geprägt von modernistischer Architektur\, ihren Straßenräumen und ihrer spezifi­schen Atmosphäre. Dieser Essayfilm geht der Frage nach\, wie eben diese Stadt im Kino bzw. im Film dargestellt wird. Dafür montierte Thom Andersen über 200 Ausschnitte aus bekannten und weniger bekannten Spielfilmen aus annähernd hundert Jahren Filmgeschichte. \nEr ordnete sie drei Rollen zu\, die Los Angeles im Film spielt\, von der beiläufigsten bis zur tragenden: zunächst die der bloßen Kulisse\, vor der die Handlung abläuft; dann als eigenständige Figur\, die das Geschehen mitprägt; und schließlich die des eigentlichen Themas\, von dem der Film selbst handelt. Andersen stellt die These auf\, dass das von Hollywood entworfene Bild das tatsächliche Los Angeles überlagern würde. So legt er etwa offen\, wie in Filmen die moderne Architektur der Stadt wiederkehrend zu „Villen von Bösewichten“ umgedeutet werden\, wie ganze Stadtviertel hinter dieser Projektion verschwinden\, wie Los Angeles als Schauplatz für gänzlich andere Orte dient und wie die berüchtigten Auto-Verfolgungsjagden ein verzerrtes Bild zeichnen. \nDen Kommentar verfasst Andersen selbst\, in der Ich-Form; gesprochen wird er von seinem Freund Encke King. 2003 erhält der Film beim Filmfestival im kanadischen Vancouver den Preis für den besten Dokumentarfilm. \n  \n2. Programmblock ( 4.10. 2026–10. 1. 2027) \n12–13.22 Uhr: Sketches of Frank Gehry (82 Min.) \n13.30–13.57 Uhr: Edward Kienholz: The Story of an Artist (27 Min.)   \n14–14.58 Uhr: Frank Gehry: The Formative Years (58 Min.) \n15–15.57 Uhr: Artbound: Light & Space (57 Min.) \n  \nDer zweite Teil des Filmprogramms rückt das Umfeld\, aus dem Gehry kam\, weiter in den Blick: die Kunstszene von Los Angeles und die sogenannte Cool School. Sketches of Frank Gehry ist auch bei dieser Auswahl der Dreh- und Angelpunkt und zeichnet den Architekten als ausgesprochen selbstkritische Figur\, die sich der Welt der Kunst oft näher fühlte als dem eigenen Berufsstand. Ed Kienholz: Story of an Artist führt zum Ausgangspunkt dieser Szene\, zur Ferus Gallery\, die Kienholz 1957 mitbegründete und die zum Treffpunkt der Cool School wurde. \nFrank Gehry: The Formative Years zeigt\, wie eng Gehry mit Künstler*innen dieser Szene verbunden war\, und erinnert daran\, dass er für sein Wohnhaus in Santa Monica gerade jene alltäglichen Industrie­materia­lien verwendete\, die damals als architektur­unwürdig galten. Light and Space stellt schließlich die kalifornische Kunstrichtung um Robert Irwin\, Larry Bell und Helen Pashgian vor\, die durch die Erforschung von unkonventionellen Materialien und dem kalifornischen Licht die Sinneserfahrung selbst zum Thema machte. Ihre Werke berühren Fragen\, die auch für Gehrys Schaffen von Bedeutung sind. \nSo öffnet die Auswahl eine bestimmte Perspektive: Gehrys Architektur erscheint als eigenständige Größe des Bauens\, eng verwoben mit einer Szene\, die Wahrnehmung erprobte\, Disziplingrenzen überschritt und das vermeintlich Geringe zum Material erhob. \n  \n12–13.22 Uhr:\nSketches of Frank Gehry (Skizzen von Frank Gehry)\nRegie: Sydney Pollack · 2006 · 82 Min. · Englisch (mit dt. Untertiteln) · Sony Pictures Classics (PBS American Masters) \nVon dem renommierten Hollywood-Regisseur Sydney Pollack stammen Spielfilme wie Tootsie und Out of Africa (Jenseits von Afrika)\, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen wie dem Oscar und Golden Globe. Sketches of Frank Gehry ist seine einzige Dokumen­tation. Der Film ist als persönliches Gespräch zweier langjähriger Freunde angelegt\, in dem Pollack selbst in Erscheinung tritt. Sein Interesse gilt dabei neben den Gebäuden vor allem dem Menschen Frank Gehry\, den er als ausgesprochen selbstkritische Figur zeichnet. Den Ausgangspunkt bilden Gehrys rasche Skizzen\, die am Beginn jedes Entwurfs stehen und dem Film seinen Titel geben. Mehrere seiner Bauten werden thematisiert: wie das Guggenheim-Museum in Bilbao\, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und die DZ Bank (ehemals DG Bank) in Berlin. \nZahlreiche weitere Stimmen kommen hinzu\, darunter die Künstler Ed Ruscha und Dennis Hopper sowie der Architekt Philip Johnson. Als Gegenstimme tritt der Kunst­kritiker Hal Foster auf\, der Gehrys Werk skeptisch gegenübersteht. 2006 wurde der Film beim Filmfestival in Cannes gezeigt. \n   \n13.30–13.57 Uhr:\nEd Kienholz: Story of an Artist (Ed Kienholz: Geschichte eines Künstlers)\nRegie: William Kronick · 1961 · 27 Min. · Englisch · Wolper Productions (Warner Bros. / Filmbank) \nDer Film begleitet den jungen Ed Kienholz (1927–1994) dabei\, wie er seine erste Einzel­aus­stellung in der Ferus Gallery in Los Angeles vorbereitete. Diese von ihm und Walter Hopps 1957 gegründete Galerie wurde zum zentralen Treffpunkt und Ort des Austausches der lokalen Künstler*innenszene\, der sogenannten Cool School. Kienholz galt als umstrittener Künstler; er verhandelte gesellschaftliche Tabus und Missstände in damals als drastisch empfundenen Bildern. Er ist ein wichtiger Vertreter der Assemblage\, einer Technik\, bei der Werke aus Alltagsdingen und Fundstücken zusammengesetzt werden. Der Film zeigt vor allem Kienholz bei der Arbeit und mündet schließlich in die dicht gedrängte Eröffnung und die nachfolgende ausgelassene Feier in der Bar Barney’s Beanery. Diese war ebenfalls ein wichtiger Treffpunkt von Künstler*innen und Musiker*innen. Kienholz bildete die Bar später in seiner berühmten begehbaren Skulptur The Beanery (1965) nach. \nEntstanden ist der Film 1961 in Los Angeles unter der Regie von William Kronick\, als Fernsehproduktion für David L. Wolper\, mit einer Titelmusik von Elmer Bernstein; durch die Sendung führt John Willis. \n  \n 14–14.58 Uhr:\nFrank Gehry: The Formative Years (Frank Gehry: Die prägenden Jahre)\nRegie: Michael Blackwood · 1988 · 58 Min. · Englisch · Michael Blackwood Productions \nDer Film widmet sich den frühen Jahren Frank Gehrys in Los Angeles\, kommentiert vom Architekten selbst. Im Zentrum steht sein eigenes Wohnhaus in Santa Monica: ein zunächst gewöhnliches Haus im holländisch-kolonialen Stil aus den 1920er-Jahren. Gehry erweiterte dieses 1978\, indem er es mit alltäglichen Industriematerialien um­mantelte\, mit Maschendraht\, Wellblech und Sperrholz. Solche Materialien galten damals als minderwertig und nicht als architekturwürdige Baustoffe. Mit diesem Umbau setzt Gehry diese gerade deshalb und in völlig neuer Weise ein. Das Haus sorgt so für Aufsehen: bei den Nachbarn für Empörung\, in der Fachwelt für Beachtung\, die Gehrys Ruf begründet. \nDer Film zeigt zudem weitere frühe Bauten im Großraum Los Angeles\, das Norton House\, die Loyola Law School und das Aerospace Museum\, und damit Gehrys Weg vom privaten Wohnhaus zum großen öffentlichen Gebäude. Zu Wort kommen Künstler aus seinem Umfeld in Los Angeles: Billy Al Bengston\, Ron Davis und Ed Moses\, die Architekturhistoriker Kenneth Frampton und Kurt Forster\, sein Psychoanalytiker Milton Wexler sowie seine Mutter Thelma Gehry. \n  \n15–15.57 Uhr:\nArtbound: Light and Space (Richtung Kunst: Licht und Raum)\nRegie: Sue Ding · 2020 · 57 Min. · Englisch · KCET / PBS SoCal (Artbound) \nIm Mittelpunkt steht die Light and Space-Bewegung\, eine in den 1960er-Jahren an der US-amerikanischen Westküste entstandene Kunstrichtung. Sie gilt als kalifornische Spielart des Minimalismus und ist eng mit dem hellen\, beständigen Licht in Los Angeles verbunden. Der Film stellt drei zentrale Figuren der Bewegung vor: Robert Irwin\, Larry Bell und Helen Pashgian\, deren Werk die Kunsthistorikerin und Kuratorin Robin Clark bespricht. Sie arbeiteten mit künstlichem wie ebenso mit natürlichem Licht\, das sich im Tagesverlauf verändert. Es wurde als bedeutender Bestandteil der Werke gesehen. Ihre Materialien stammten zum Teil aus der nach dem Zweiten Weltkrieg florierenden Auto- und Luftfahrtindustrie. Im Kern sind diese Arbeiten phänomenologische Untersuchungen; das Objekt ist dabei ein Vehikel\, das den Akt des Sehens selbst erfahrbar macht. \nDie von Sue Ding gedrehte Folge eröffnete 2020 die elfte Staffel der Reihe Artbound und wurde mit einem Los Angeles Area Emmy ausgezeichnet. \n   \nProgramm + Texte: Marcus Herse\, Künstler\, Kurator und Wissenschaftler
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SUMMARY:Führung durch die Gehry-Architektur
DESCRIPTION:An der Seite einer*s Kunstvermittler*in erleben Sie die einzigartige Gehry-Architektur des Museums. Während des einstündigen Rundgangs bekommen Sie Informationen rund um das Marta als Bauwerk und haben die Möglichkeit\, Fragen zu stellen. \nTicket\n3\,50 Euro zzgl. Ausstellungseintritt \nAnmeldung\nohne Anmeldung\, begrenzte Teilnehmer*innenzahl
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DESCRIPTION:Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat bietet das Marta Herford ein offenes Mitmach-Angebot für Familien an. \nOb vor\, nach oder während eines Ausstellungsbesuchs: Das offene Atelier in der Marta-Lobby lädt Kinder und Erwachsene dazu ein\, gemeinsam aktiv zu werden und verschiedene künstlerische Sprachen kennenzulernen. \nDie Termine am 1. 3. und 19. 4. widmen sich dem Thema kreativ Natur entdecken. \n  \nDauer\n14 bis 16.30 Uhr \nOrt\nMarta-Lobby \nKosten\nkostenfrei \nAnmeldung\nohne Anmeldung\, begrenzte Teilnehmer*innenzahl
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DESCRIPTION:In einer einstündigen Führung mit unseren freien Kunstvermittler*innen durch die aktuellen Ausstellungen bekommen Sie Informationen zu den ausstellenden Künstler*innen und ihren Werken und haben die Möglichkeit\, Fragen an die Kunst zu stellen. \nTicket\n3\,50 Euro zzgl. Ausstellungseintritt \nAnmeldung\nohne Anmeldung
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DESCRIPTION:Kunstgenuss zum Feierabend: Jeden Mittwoch lädt das Marta ein\, den Tag mit einem Ausstellungsbesuch entspannt bis 20 Uhr ausklingen zu lassen.
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DESCRIPTION:Begleitend zur Ausstellung Mindset Los Angeles wird jeden Sonntag ein ausgewähltes Filmprogramm bei freiem Eintritt im Marta-Forum präsentiert (an einzelnen Sonntagen an einem alternativen Ort). \n  \n1. Programmblock (28. 6.–27. 9. 2026) \n11.30–12.18 Uhr: Gehry’s Vertigo (48 Min.) \n12.30–13.25 Uhr: Large Scale Projects: Claes Oldenburg / Coosje Van Bruggen (55 Min.) \n13.30–14.52 Uhr: Sketches of Frank Gehry (82 Min.) \n15–17.51 Uhr: Los Angeles Plays Itself  (171 Min.) \n  \nDer erste Teil des Filmprogramms versammelt vier Filme\, die sich Frank Gehrys Architektur und ihrem Bezug zur Kunst aus unterschiedlichen Richtungen nähern. Darüber hinaus wird die Stadt Los Angeles in den Blick genommen. Gehry’s Vertigo zeigt das Guggenheim-Museum in Bilbao aus der Perspektive der abgeseilt arbeitenden Reinigungskräfte und bringt  seine geschwungenen Flächen schwindelerregend nahe. Large Scale Projects zeigt Gehrys Zusammenarbeit mit dem Künstler*innenpaar Claes Oldenburg und Coosje  Van Bruggen\, aus der Werke hervorgehen\, die sich zwischen Skulptur\, Objekt und Architektur bewegen. \nIn Sketches of Frank Gehry zeichnet Sydney Pollack ein persönliches Porträt und wendet sich dem Architekten selbst zu: seiner Person und seinem Arbeitsprozess\, von der ersten raschen Skizze über Modelle bis zum fertigen Gebäude. Los Angeles Plays Itself richtet den Blick schließlich auf die Stadt und fragt\, wie deren moderne Architektur im Kino gelesen und immer wieder umgedeutet wird. Das Programm verbindet so das einzelne Bauwerk\, den Entwurfsprozess\, die Nähe zur Kunst und die Stadt als Bild; jenes Los Angeles\, aus dem Frank Gehry und die Cool School hervor­gingen und welches sie ihrerseits mitprägten. \n  \n11.30–12.18 Uhr:\nGehry’s Vertigo (Gehrys Höhenschwindel)\nRegie: Ila Bêka & Louise Lemoine · 2011 · 48 Min. · Spanisch (engl. 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Die gebürtige Niederländerin Van Bruggen kam aus dem kuratorisch-kunsthistorischen Feld und war Kuratorin am Stedelijk Museum in Amsterdam; der in Schweden geborene Oldenburg war ein amerikani­scher Bildhauer\, der sich mit Alltagsobjekten und der Konsumwelt auseinandersetzte und neben Andy Warhol zu den Ikonen der Pop Art zu zählen ist. Bekannt wurde er für die vergrößerte Darstellung alltäglicher Gegenstände ins Monumentale\, wodurch vertraute Objekte zu raumgreifenden Formen verfremdet wurden. \nDer Film begleitet mehrere ihrer Projekte von der ersten Idee bis zur Aufstellung\, darunter Spoonbridge and Cherry (Löffel­brücke und Kirsche\, 1988) in Minneapolis und Dropped Bowl with Scattered Slices and Peels (Heruntergefallene Schüssel mit ver­streuten Scheiben und Schalen\, 1989) in Miami. Mehrfach arbeiteten die beiden mit dem Architekten Frank Gehry zusammen\, woraus unter anderem das Knife Ship (Messerschiff) hervorging: ein überdimensio­nales Schweizer Taschenmesser\, das zugleich ein fahrtüchtiges Schiff war. Für die Biennale in Venedig konzipiert\, wurde es 1985 für die Performance Il Corso del Coltello realisiert. Im Film ist es im New Yorker Guggenheim Museum zu sehen. \nAuch das Binocular Building (Fernglas-Gebäude\, 1991) in Venice\, Kalifornien\, entstand in Zusammenarbeit mit Gehry. Dort ist die Skulptur unmittelbar in den Bau integriert: Ein monumentales Fernglas bildet den Eingang; zwischen seinen beiden Röhren fahren Autos wie durch ein Tor in die Tiefgarage. In den Röhren liegen Besprechungsräume; und was von außen die Okulare des Fernglases sind\, wird hier von innen zum Oberlicht: zwei runde Öffnungen\, durch die das Tageslicht herabfällt. \n  \n13.30–14.52 Uhr:\nSketches of Frank Gehry (Skizzen von Frank Gehry)\nRegie: Sydney Pollack · 2006 · 82 Min. · Englisch (mit dt. Untertiteln) · Sony Pictures Classics (PBS American Masters) \nVon dem renommierten Hollywood-Regisseur Sydney Pollack stammen Spielfilme wie Tootsie und Out of Africa (Jenseits von Afrika)\, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen wie dem Oscar und Golden Globe. Sketches of Frank Gehry ist seine einzige Dokumen­tation. Der Film ist als persönliches Gespräch zweier langjähriger Freunde angelegt\, in dem Pollack selbst in Erscheinung tritt. Sein Interesse gilt dabei neben den Gebäuden vor allem dem Menschen Frank Gehry\, den er als ausgesprochen selbstkritische Figur zeichnet. Den Ausgangspunkt bilden Gehrys rasche Skizzen\, die am Beginn jedes Entwurfs stehen und dem Film seinen Titel geben. Mehrere seiner Bauten werden thematisiert: wie das Guggenheim-Museum in Bilbao\, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und die DZ Bank (ehemals DG Bank) in Berlin. \nZahlreiche Stimmen kommen hinzu\, darunter die Künstler Ed Ruscha und Dennis Hopper sowie der Architekt Philip Johnson. Als Gegenstimme tritt der Kunstkritiker   Hal Foster auf\, der Gehrys Werk skeptisch gegenübersteht. 2006 wurde der Film beim Filmfestival in Cannes gezeigt. \n   \n15–17.51 Uhr:\nLos Angeles Plays Itself (Los Angeles spielt sich selbst)\nRegie: Thom Andersen · 2003 · 171 Min. · Englisch · The Cinema Guild \nLos Angeles ist die Stadt\, aus der Frank Gehry und die Cool School hervorgingen\, geprägt von modernistischer Architektur\, ihren Straßenräumen und ihrer spezifi­schen Atmosphäre. Dieser Essayfilm geht der Frage nach\, wie eben diese Stadt im Kino bzw. im Film dargestellt wird. Dafür montierte Thom Andersen über 200 Ausschnitte aus bekannten und weniger bekannten Spielfilmen aus annähernd hundert Jahren Filmgeschichte. \nEr ordnete sie drei Rollen zu\, die Los Angeles im Film spielt\, von der beiläufigsten bis zur tragenden: zunächst die der bloßen Kulisse\, vor der die Handlung abläuft; dann als eigenständige Figur\, die das Geschehen mitprägt; und schließlich die des eigentlichen Themas\, von dem der Film selbst handelt. Andersen stellt die These auf\, dass das von Hollywood entworfene Bild das tatsächliche Los Angeles überlagern würde. So legt er etwa offen\, wie in Filmen die moderne Architektur der Stadt wiederkehrend zu „Villen von Bösewichten“ umgedeutet werden\, wie ganze Stadtviertel hinter dieser Projektion verschwinden\, wie Los Angeles als Schauplatz für gänzlich andere Orte dient und wie die berüchtigten Auto-Verfolgungsjagden ein verzerrtes Bild zeichnen. \nDen Kommentar verfasst Andersen selbst\, in der Ich-Form; gesprochen wird er von seinem Freund Encke King. 2003 erhält der Film beim Filmfestival im kanadischen Vancouver den Preis für den besten Dokumentarfilm. \n  \n2. Programmblock ( 4.10. 2026–10. 1. 2027) \n12–13.22 Uhr: Sketches of Frank Gehry (82 Min.) \n13.30–13.57 Uhr: Edward Kienholz: The Story of an Artist (27 Min.)   \n14–14.58 Uhr: Frank Gehry: The Formative Years (58 Min.) \n15–15.57 Uhr: Artbound: Light & Space (57 Min.) \n  \nDer zweite Teil des Filmprogramms rückt das Umfeld\, aus dem Gehry kam\, weiter in den Blick: die Kunstszene von Los Angeles und die sogenannte Cool School. Sketches of Frank Gehry ist auch bei dieser Auswahl der Dreh- und Angelpunkt und zeichnet den Architekten als ausgesprochen selbstkritische Figur\, die sich der Welt der Kunst oft näher fühlte als dem eigenen Berufsstand. Ed Kienholz: Story of an Artist führt zum Ausgangspunkt dieser Szene\, zur Ferus Gallery\, die Kienholz 1957 mitbegründete und die zum Treffpunkt der Cool School wurde. \nFrank Gehry: The Formative Years zeigt\, wie eng Gehry mit Künstler*innen dieser Szene verbunden war\, und erinnert daran\, dass er für sein Wohnhaus in Santa Monica gerade jene alltäglichen Industrie­materia­lien verwendete\, die damals als architektur­unwürdig galten. Light and Space stellt schließlich die kalifornische Kunstrichtung um Robert Irwin\, Larry Bell und Helen Pashgian vor\, die durch die Erforschung von unkonventionellen Materialien und dem kalifornischen Licht die Sinneserfahrung selbst zum Thema machte. Ihre Werke berühren Fragen\, die auch für Gehrys Schaffen von Bedeutung sind. \nSo öffnet die Auswahl eine bestimmte Perspektive: Gehrys Architektur erscheint als eigenständige Größe des Bauens\, eng verwoben mit einer Szene\, die Wahrnehmung erprobte\, Disziplingrenzen überschritt und das vermeintlich Geringe zum Material erhob. \n  \n12–13.22 Uhr:\nSketches of Frank Gehry (Skizzen von Frank Gehry)\nRegie: Sydney Pollack · 2006 · 82 Min. · Englisch (mit dt. Untertiteln) · Sony Pictures Classics (PBS American Masters) \nVon dem renommierten Hollywood-Regisseur Sydney Pollack stammen Spielfilme wie Tootsie und Out of Africa (Jenseits von Afrika)\, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen wie dem Oscar und Golden Globe. Sketches of Frank Gehry ist seine einzige Dokumen­tation. Der Film ist als persönliches Gespräch zweier langjähriger Freunde angelegt\, in dem Pollack selbst in Erscheinung tritt. Sein Interesse gilt dabei neben den Gebäuden vor allem dem Menschen Frank Gehry\, den er als ausgesprochen selbstkritische Figur zeichnet. Den Ausgangspunkt bilden Gehrys rasche Skizzen\, die am Beginn jedes Entwurfs stehen und dem Film seinen Titel geben. Mehrere seiner Bauten werden thematisiert: wie das Guggenheim-Museum in Bilbao\, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und die DZ Bank (ehemals DG Bank) in Berlin. \nZahlreiche weitere Stimmen kommen hinzu\, darunter die Künstler Ed Ruscha und Dennis Hopper sowie der Architekt Philip Johnson. Als Gegenstimme tritt der Kunst­kritiker Hal Foster auf\, der Gehrys Werk skeptisch gegenübersteht. 2006 wurde der Film beim Filmfestival in Cannes gezeigt. \n   \n13.30–13.57 Uhr:\nEd Kienholz: Story of an Artist (Ed Kienholz: Geschichte eines Künstlers)\nRegie: William Kronick · 1961 · 27 Min. · Englisch · Wolper Productions (Warner Bros. / Filmbank) \nDer Film begleitet den jungen Ed Kienholz (1927–1994) dabei\, wie er seine erste Einzel­aus­stellung in der Ferus Gallery in Los Angeles vorbereitete. Diese von ihm und Walter Hopps 1957 gegründete Galerie wurde zum zentralen Treffpunkt und Ort des Austausches der lokalen Künstler*innenszene\, der sogenannten Cool School. Kienholz galt als umstrittener Künstler; er verhandelte gesellschaftliche Tabus und Missstände in damals als drastisch empfundenen Bildern. Er ist ein wichtiger Vertreter der Assemblage\, einer Technik\, bei der Werke aus Alltagsdingen und Fundstücken zusammengesetzt werden. Der Film zeigt vor allem Kienholz bei der Arbeit und mündet schließlich in die dicht gedrängte Eröffnung und die nachfolgende ausgelassene Feier in der Bar Barney’s Beanery. Diese war ebenfalls ein wichtiger Treffpunkt von Künstler*innen und Musiker*innen. Kienholz bildete die Bar später in seiner berühmten begehbaren Skulptur The Beanery (1965) nach. \nEntstanden ist der Film 1961 in Los Angeles unter der Regie von William Kronick\, als Fernsehproduktion für David L. Wolper\, mit einer Titelmusik von Elmer Bernstein; durch die Sendung führt John Willis. \n  \n 14–14.58 Uhr:\nFrank Gehry: The Formative Years (Frank Gehry: Die prägenden Jahre)\nRegie: Michael Blackwood · 1988 · 58 Min. · Englisch · Michael Blackwood Productions \nDer Film widmet sich den frühen Jahren Frank Gehrys in Los Angeles\, kommentiert vom Architekten selbst. Im Zentrum steht sein eigenes Wohnhaus in Santa Monica: ein zunächst gewöhnliches Haus im holländisch-kolonialen Stil aus den 1920er-Jahren. Gehry erweiterte dieses 1978\, indem er es mit alltäglichen Industriematerialien um­mantelte\, mit Maschendraht\, Wellblech und Sperrholz. Solche Materialien galten damals als minderwertig und nicht als architekturwürdige Baustoffe. Mit diesem Umbau setzt Gehry diese gerade deshalb und in völlig neuer Weise ein. Das Haus sorgt so für Aufsehen: bei den Nachbarn für Empörung\, in der Fachwelt für Beachtung\, die Gehrys Ruf begründet. \nDer Film zeigt zudem weitere frühe Bauten im Großraum Los Angeles\, das Norton House\, die Loyola Law School und das Aerospace Museum\, und damit Gehrys Weg vom privaten Wohnhaus zum großen öffentlichen Gebäude. Zu Wort kommen Künstler aus seinem Umfeld in Los Angeles: Billy Al Bengston\, Ron Davis und Ed Moses\, die Architekturhistoriker Kenneth Frampton und Kurt Forster\, sein Psychoanalytiker Milton Wexler sowie seine Mutter Thelma Gehry. \n  \n15–15.57 Uhr:\nArtbound: Light and Space (Richtung Kunst: Licht und Raum)\nRegie: Sue Ding · 2020 · 57 Min. · Englisch · KCET / PBS SoCal (Artbound) \nIm Mittelpunkt steht die Light and Space-Bewegung\, eine in den 1960er-Jahren an der US-amerikanischen Westküste entstandene Kunstrichtung. Sie gilt als kalifornische Spielart des Minimalismus und ist eng mit dem hellen\, beständigen Licht in Los Angeles verbunden. Der Film stellt drei zentrale Figuren der Bewegung vor: Robert Irwin\, Larry Bell und Helen Pashgian\, deren Werk die Kunsthistorikerin und Kuratorin Robin Clark bespricht. Sie arbeiteten mit künstlichem wie ebenso mit natürlichem Licht\, das sich im Tagesverlauf verändert. Es wurde als bedeutender Bestandteil der Werke gesehen. Ihre Materialien stammten zum Teil aus der nach dem Zweiten Weltkrieg florierenden Auto- und Luftfahrtindustrie. Im Kern sind diese Arbeiten phänomenologische Untersuchungen; das Objekt ist dabei ein Vehikel\, das den Akt des Sehens selbst erfahrbar macht. \nDie von Sue Ding gedrehte Folge eröffnete 2020 die elfte Staffel der Reihe Artbound und wurde mit einem Los Angeles Area Emmy ausgezeichnet. \n   \nProgramm + Texte: Marcus Herse\, Künstler\, Kurator und Wissenschaftler
URL:https://marta-herford.de/veranstaltung/filmprogramm-zur-ausstellung-mindset-los-angeles-2/2026-12-27/
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