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ohne Anfang ohne Ende

Eine Retrospektive zum 100. Geburtstag des Künstlers, Designers, Architekten, Typografen und Theoretikers.

Max Bill

ohne Anfang ohne Ende

2. Februar – 30. März 2008

Mit einer großen Ausstellung ehrt MARTa Herford das Schweizer Multitalent Max Bill (1908-1994) im Jahr seines 100. Geburtstags. Berücksichtigt wird sein gesamtes OEuvre aus Malerei, Skulptur, Architektur, Design und Grafik-Design. Die Bandbreite seines Schaffens als Künstler, Designer, Ausstellungsmacher, Autor, Publizist, Theoretiker und Lehrer ließ ihn als „letzten Leonardo“ erscheinen.

Nach dem Studium am Bauhaus Dessau ließ er sich in Zürich nieder. Mit den Arbeiten aus dieser Zeit zählt er zu den bekanntesten Vertretern der „Züricher Konkreten“, die in der Tradition des Konstruktivismus und der niederländischen Gruppe „De Stij“ stehen. Das Werk von Max Bill ist Ausdruck einer klaren geistigen Ordnung und als solches als ein Modell für eine bessere soziale Ordnung zu verstehen. Es zeigt eine idealisierende Reaktion auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, wie sie zuvor schon die Avantgarde der Moderne in Reaktion auf den Ersten Weltkrieg vollzieht. Mehr als nur klare Ästhetik bietend, will Max Bill das Ideal einer politisch-sozialen Ordnung formulieren. Ganz im Sinne dieses Engagements beteiligte sich Max Bill 1951, gemeinsam mit Inge Scholl und Otl Aicher an der Gründung der Ulmer Hochschule für Gestaltung, deren erster Rektor er wurde.

Die Ausstellung erweitert den Blick auch auf das kulturelle Umfeld des Künstlers. Neben einer Beteiligung an der Französischen Künstlergruppe „Abstraction Création“ war er auch Mitglied der Schweizer Künstlergruppe „Allianz“ und pflegte Kontakte zu wichtigen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Diese Verbindungen werden thematisiert durch die Präsentation diverser Arbeiten von Josef Albers über Paul Klee, Wassily Kandinsky und Kurt Schwitters bis zu Friedrich Vordemberge-Gildewart und zeigen so einen Diskurs mit dem geistigen Umfeld seiner Zeit.

Katalog

Zur Ausstellung ist ein Katalog mit 200 Seiten erschienen, die Museumsausgabe ist ausverkauft.

 

Plakat Max Bill

Ausstellungsplakat